Saint Guilhem le Désert
Inmitten einer wilden, trockenen Einöde gründete im Jahre 804 der
legendäre Guillame d'Orange eine Abtei. Nach seinem Tod übernahm sie
seinen Namen und wurde zu einem obligatorischen Wallfahrtsort auf dem Weg nach
Santiago de Compostella. Wem das zuviel Rummel ist, der findet schnell Ruhe auf den Wanderwegen in die umliegenden Schluchten und Berge. Fast nur niedrige Garrigue wächst hier - der spärliche Wald hat der Trockenheit und Bränden nicht standgehalten. Warum St. Guilhem den Beinamen "le Désert" = "die Wüste/Einöde" hat, wird hier nachvollziehbar. Nach längerem Aufstieg erreicht taucht eine in die Felsen geduckte Einsiedelei auf. Die "Ermitage de Notre-Dame de Belle-Grace" liegt an der einzigen ganzjährigen Wasserquelle einer ausgedehnten Felsschlucht.
Beim weiteren Aufstieg erreicht man die Reste des Salzmannkiefern-Waldes, einer endemische Schwarzkiefernart dieser Gegend und Spaniens, die hier auf den verwitterten Dolomitfelsen bizarre Baumformen ausbildet. Schließlich führt der Wanderweg in einen Weiler vor der Sèranne. In umgekehrter Richtung beginnt hier die Wanderung der Sprachkurse im Bildungsprogramm von HORIZONS nach St. Guilhem - ohne anstrengenden Aufstieg und mit Abholung am Ziel.
GESTALTUNG: Philipp Küchler | TEXT: Horizons Séranne | FOTOS:
© Philipp Küchler, R. Neumaier
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