Cevennen
Die Cevennen sind der südlichste Teil des Zentralmassifs und landschaftlich äußerst vielfältig. Drei verschieden Gesteinstypen prägen sie: Schiefer, Granit und Kalk. Jeder Typ hat eine völlig unterschiedliche Bergform und Vegetation. Genauso hängt der Baustil der Häuser und die menschliche Nutzung vom Untergrund ab. Die Schiefer-Cevennen beginnen wenige Kilometer nördlich von Ganges. Sie sind stark zerklüftet, aber nicht besonders schroff. In ihrem milden Klima gedeihen Esskastanienwälder auf dem wasserzügigen Gestein, wo nicht Entwaldung durch den Bergbau Heideflächen hinterlassen hat. Versteckt liegen die Einzelgehöfte im Wald an den Hängen, hier überlebten die Protestanten die Verfolgungen. Granit ist ein hartes abtragungsresistentes Gestein und bildet die beiden mit 1600 Metern höchsten Bergmassive der Cevennen: Den Aigoual und Mont Lozère. Sie tragen feuchte Heideflächen und Buchenwaldreste. Die alten Häuser sind hier aus bulligen Granitsteinen gefertigt.
Karstplateaus, wie den Larzac gibt es weitere in den Cevennen. Die Causse Méjean ist eine entwaldete Hochfläche in 1000 Metern Höhe. Im Frühjahr blühen die steppenartigen Wiesen sehr bunt. Noch höher liegt die Causse de Sauveterre. Die Grand Causses sind für ihre bizarren Felsformen an den Schluchteinschnitten von Tarn und Jonte bekannt - und für ihre Schauhöhlen. Wichtige Teile der Berglandschaften liegen im Cevennen-Biosphärenreservat und Cevennen-Nationalpark, der hier eigentlich eher den Schutz der Kulturlandschaft als Aufgabe hat. An mehreren Orten befinden sich Infozentren. Französischsprachige Webseiten vom Parc National de Cevennes gibt es unter www.bsi.fr/pnc . GESTALTUNG: Philipp Küchler | TEXT: Horizons Séranne | FOTOS:
© Philipp Küchler
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